Auf geht’s, rauf die Tuecher…

 

Nachdem wir wieder einige Arbeiten (LQ-1 und LQ-2) erledigt hatten und das Wetter – vor allem der Wind – uns wohlgesonnen waren, wagen wir uns raus. Ins weite, offene Meer. Ungeschuetzt den Gewalten der Natur ausgesetzt. Raeuberische Bestien, haushohe Wellen, orkanartige Stuerme, Gewitterfronten, kein Land, soweit das Auge reicht. Gut, diesmal vermutlich nicht, aber wird schon noch kommen. Also, rauf die Tuecher…

 

Wir machen uns bereit

 

Eine letzte Kontrolle, ob alles gut verstaut ist, die Schapps gesperrt, die Ablageflaechen aufgeraeumt, Wassertanks gefuellt? Ja, nur noch das Kabel vom Landstrom trennen, dann kann es losgehen.

Ich gehe zum Bug, mache die Mooringleinen los uns beobachte sie beim Absinken ins Hafenbecken, danach die Festmacherleinen am Heck losmachen. Eric hat den Motor schon gestartet und ist ganz ungeduldig. Randy und Summer beobachten die Szene mit leichtem Argwohn. Wir fahren aus der Marina, durch die Bucht, vorbei an der Hafenmauer. Ein Stueck hinaus, um sicher die Segel setzen zu koennen. Aeolus, der roemische Gott der Winde, ist auf unserer Seite. Genaugenommen hinter uns, durchaus von Vorteil, wenn man Segeln moechte. 🙂

 

Auf geht’s

Rovinj

Von Porec machen wir uns auf um ein kleines Stueck in den Sueden zu segeln, nur zu Uebungszwecken, in Minietappen. Mikro, um genau zu sein.

Nachdem wir erst am fruehen Nachmittag raus sind, und nicht in der Nacht unterwegs sein wollen-noch nicht, wohlgemerkt, segeln wir nur ein kleines Stueck Richtung Rovinj und machen dort in einer Bucht an einer Mooringboje fest. Auch das muss ja mal ausprobiert werden. Naja, Anfaenger eben. Irgendwie stellen wir in der Nacht fest, dass wir wohl die Leinen falsch gelegt haben, eine davon macht Laerm, weil sie ueber die Kette vom Bugspriet rutscht. Eric schlaeft, wie so oft, tief und fest, ich bekomme kaum ein Auge zu.

 

 

 

Rovinj

Neben Eric kann man einen Konzertfluegel fallen lassen, er schlaeft weiter. Zumindest bekomme ich in dieser Nacht den Gedanken nicht aus dem Kopf und beneide ihn ein wenig.

Am fruehen Morgen werden wir mit einem tollen Sonennaufgang belohnt. Ganz Rovinj leuchtet im Sonnenlicht wenige Minuten orange-rot. Ein toller Anblick.

Los, los, weiter

Nach dem Fruehstueck fuer uns und die beiden plueschigen Crewmitgl

Tiki in Paltana (mit den nicht weggeraeumten Fendern

ieder loesen wir uns von der Mooringboje und segeln weiter Richtung Sueden. Gerhard, ein neuer Freund und erfahrener Segler hat uns eine Bucht nach Pula, bei Banjole empfohlen, die wollen wir uns ansehen.

 

Paltana heisst die Bucht und Gerhard hat nicht zu viel versprochen. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit wegen der Ankerwinsch – nichthaengen wir uns wieder an eine Mooringboje und kraxeln in unser Beiboot, eine Nussschale fuer 2. Wir rudern an Land um in der dortigen Bucht zu fragen, ob es eine Moeglichkeit gibt, Tiki aus dem Wasser zu holen. Einige Dinge müssen eingebaut werden. Nachdem wir dafuer Loecher in den Rumpf, unterhalb der Wasserlinie, machen muessen, bleibt uns das rausheben nicht erspart. Leider nicht hier, den naechsten Termin gibt es erst im September.

 

Die kleine Unstimmigkeit wegen der Ankerwinsch lief in etwas so ab:

E: “Du musst vor druecken, voooh-oor” A:”Geht aber nicht” E: “Muss gehen, ging ja gestern auch noch” A:”Jaahaaa, aber jetzt gehts nicht” Eric stapft etwas angespannt zu mir zum Bug, muss aber leider feststellen, dass nicht ich zu ungeschickt bin, sondern die doofe Winsch schon wieder nicht tut, was sie soll. Naemlich die Ankerkette kontrolliert fuehren, waehrend der Anker faellt (bzw in Folge wieder auf geholt wird).

Haben den Anker dann quasi haendisch gesetzt, ohne Unterstuetzung der Winsch. Leider hat er nicht ordentlich gehalten, also, haendisch, ohne Winsch 😉 wieder rauf damit und ab an die Boje. Ist ja ein Lernausflug, passt schon so …

Wir holen uns noch ein Bier in der kleinen Hafenkneipe und rudern wieder zurueck zu unserem Maedchen  und den Katzen. Es folgt eine ruhige Nacht und auch ich kann erfreulicherweise durchschlafen.

Bald kommt der zweite, turbulentere Teil

 

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2 thoughts on “Rauf die Tuecher – ein Uebungstoern – Teil 1

  1. Unwahrscheinlich was ihr so alles erlebt und wie interessant und humorvoll ihr berichtet. Hatte schon einmal etwas geantwortet, ging scheinbar ins Nirvana! Habe Probleme mit dem Aufmachen.
    Robert sagte mir schon 2x mal das es Neuigkeiten gibt, finde sie aber nicht wenn meine zwei Jungs aufwachen, werde ich nach einer Schulung fragen. Sie lernen tüchtig fahren bei Regen, Kälte und Sturm mit dem Fahrrad nach Perchtoldsdorf in den Kurs.
    Wünsche euch Schiff ahoi für die kommende Zeit. Alles Liebe und Bussi für Eure lieben Seekatzen.

    1. Danke für die netten Wuensche, Deine letzte Antwort ging nicht ins Nirvana, keine Sorge. Ich musste sie nur freigeben.
      Das muss ich bei allen Beitraegen machen, wenn der Schreiber noch keinen Benutzer angelegt hat. So geht das

      Die aktuellsten Beitraege siehst Du, wenn Du direkt auf die Startseite gehst. Oder oben im Menue auf “Blog” klickst.

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